Philosophie

Begleitung

Abschied

Persönlich

  "Cicero sagt: Philosophieren sei nichts anderes
als sich auf den Tod vorbereiten; das heisst soviel, dass alles Nachdenken,
alle Weisheit dieser Welt sich endlich in dem einen Punkt auflöst,
uns zu lehren, den Tod nicht zu fürchten."
 
  Michel de Montaigne (1533-1592)  (5)         

Verein - gemeinsam vorbereitet

Mit dem Bewusstsein der eigenen Endlichkeit und den offenen Fragen ums Lebensende müssen wir angemessen umgehen können. Sobald wir dies lernen, kann uns der Tod als Lebensberater zu Seite stehen, ja sogar jeden Augenblick unseres Lebens bereichern. Verdrängung und Tabuisierung ist dabei der falsche Weg. Um uns die menschlichen Fähigkeiten des Loslassens und Trauerns aneignen zu können, brauchen wir Menschen um uns, mit welchen wir uns austauschen und Fragen diskutieren können. So können wir dafür sorgen, dass der Tod seinen Schrecken verlieren kann.

Der Verein Chronicus möchte zur Förderung einer lebendigen Trauerkultur und eines würdigen Abschiednehmens beitragen. Chronicus will vorbereiten, dass Menschen in Grenzsituationen für sich und füreinander da sein können. Zur Zeit gehörig sein meint auch, langsam und kontinuierlich (und nicht ewig) aneinander und miteinander zu wachsen und damit Teil einer lebensdienlichen Veränderung im Umgang mit Sterben und Tod zu sein.

Interessiert?
Chronicus wurde am 11. Juni 2016 als Verein - siehe Agenda gegründet und wird sich (vorerst geografisch sinnvoll) im Seetal / in der Innerschweiz für eine lebendige Kultur des Abschiednehmens einsetzen. Was immer dazu nötig ist, dieses Ziel zu erreichen, möchten wir auch als Verein gemeinsam erarbeiten:
Palliative Care, prozesshafte Sterbevorsorge mittels elektronischer Patienten- und Sterbeverfügung, Vorträge und Seminare, Trauergruppen, Schaffung eines Naturfriedhofes, ...  Dies alles könnten Methoden sein, das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Tragen Sie sich doch noch heute als Vereinsmitglied oder in unserer Newsletter-Datenbank ein, um aus erster Hand über die Aktivitäten des Vereins informiert zu werden, diskutieren und philosophieren Sie mit anderen Interessierten in unserem Forum, äussern Sie sich zu den (prozesshaft und wenn nötig jedes Jahr anzupassenden) Zielen und Aufgaben in unserer Statuten oder nehmen Sie ganz unverbindlich per eMail Kontakt mit uns auf, um uns Ihre Ideen und Anliegen mitzuteilen.

Zweck und Ziele des Vereines gemäss Statuten

Wir sind überzeugt davon, dass der Gedanke an die eigene Vergänglichkeit zur Lebensfreude und Lebensintensivität beiträgt. Wir vertrauen darauf, dass das Bewusstsein, das wir mit leeren Händen diese Welt verlassen werden auch einen ökologischen Umgang mit den begrenzten Ressourcen unserer Erde fördern kann. "Chronik" meint auch, dass all unsere Leben Geschichten schreiben, an die wir uns - sowohl als Sterbende wie als Hinterbliebene - am Lebensende erinnern wollen, um miteinander und aneinander zu wachsen, damit wir den eigenen Tod als Vollendung bejahen können.

Chronicus will zur Förderung einer lebendigen Trauerkultur und eines würdigen Abschiednehmens beitragen und damit das Thema Tod und Sterben enttabuisieren.

Chronicus hat sich dazu folgende Aufgaben und Ziele gesetzt:

  • Chronicusfördert jegliche Arten von persönlichen Abschieden (sowohl kirchliche wie nicht-kirchliche, religiöse wie nicht-religiöse) in denen die je eigene Biographie des Verstorbenen zum Tragen kommt und nicht hinter amtlicher Sprache oder liturgischer Rituale verschwindet.


  • Chronicus unterstützt Menschen im persönlichen Abschiednehmen. Wir wollen den Hinterbliebenen einen geschützten Raum anbieten, damit sie ihrer Trauer Ausdruck geben können, womit die Zeit des Abschiedes wieder zur ersten wichtigen und wertvollen Trauerarbeit werden kann.


  • Chronicus fördert nach Verlusten unkomplizierte, niederschwellige Unterstützung im Alltag, gerade auch für jene Menschen, welche nicht mehr aktiv am kirchlichen Leben in den Gemeinen teilnehmen oder welche sich nicht (mehr) in traditioneller, kirchlicher Seelsorge und Gottesdiensten wohlfühlen. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu kirchlichen Institutionen, sondern als gleichwertiges spirituelles und lebensnahes Angebot.


  • Chronicus fördert und unterstützt die Vernetzung von Einzelpersonen und Institutionen, die in der Begleitung von Menschen in Lebensübergängen oder an einer lebensorientierten Trauerkultur in Luzern und Umgebung interessiert sind.


  • Chronicus fördert die spirituelle Begleitung in der Palliativen Betreuung (im Sinne von Palliative-Care als umfassende ärztliche, pflegerische, soziale, psychologische und spirituelle Begleitung) von Kranken am Lebensende und ihrer Angehörigen.


  • Chronicus unterstützt und initiiert die öffentliche Thematisierung von Sinnfragen und Prozessen rund um Verluste und Abschiede, insbesondere von Sterben, Tod, Trauer und Bestattungsritualen in unserer Gesellschaft.


  • Chronicus überdenkt und diskutiert mögliche Wege, den Tod in der Gesellschaft wieder vermehrt zum Leben gehörig zu betrachten, um Ängste zu verlieren oder diese zumindest durch Selbstreflexion und Analyse reduzieren zu können.